DIGITALE DIVIDENDE 3 - GREIFT SICH DER MOBILFUNK DIE NÄCHSTEN RUNDFUNKSPEKTREN?

 

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Die Digitalisierung kommt disruptiv daher. Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis und ihr wird gerne angehängt, dass alles von der Disruption betroffen sei. Die Musikindustrie hat sich bereits grundlegend gewandelt. Der einstige Handy-Gigant Nokia war nicht das Unternehmen, das die Smartphone-Welle lostrat, sondern von ihr überrollt wurde. Und Noch-Giganten wie VW werden munter attackiert.

Irgendwo zwischen Musikindustrie und VW bewegt sich die alte Politik. Die völlige Hilflosigkeit der CDU, eine adäquate Antwort auf das Rezo-Video zu geben, Annegret Kramp-Karrenbauers Ansinnen, den Online-Diskurs vor Wahlen regulieren zu wollen, und jüngst nun auch die peinlichen Twitter-Auftritte der Unionspolitiker Roderich Kiesewetter und Heribert Hirte, die ungeprüft das Video eines israelfeindlichen und homophoben YouTubers teilten, der behauptet, die „Zerstörung der CDU“ sei das Machwerk eines Werbekonzerns. Belege dazu finden sich in dem Video nicht, so dass Kiesewetter und Hirte nach einem saftigen Shitstorm auf Twitter klein beigeben mussten. Immerhin: Kiesewetter entschuldigte sich am Ende. Angesichts solcher Vorfälle erhält der inzwischen sechs Jahre alte Satz von Angela Merkel, das Internet sei ja für uns alle Neuland, einen ganz neuen Drive.

In dieser Ausgabe schlagen wir den Bogen von Rezos Video zur Klima- und Wirtschaftspolitik der Regierung. Klima und Wirtschaft ließen sich verbinden, doch digitale Inkompetenz scheint sich hier in analoge Untätigkeit zu manifestieren, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen zu spüren bekommen. Zu was diese fähig sind, verdeutlicht hingegen MEN-Geschäftsführer Klaus Juli im MediaLABcom-Interview. Juli erklärt, wie er die moderne TV-Distribution für neue Geschäftsmodelle nutzt.

Um Distribution und Geschäftsmodelle geht es auch beim Digitalradio. DAB-Experte Martin Deitenbeck gibt einen Überblick über den Status quo und beschreibt, welche Chancen DAB+ lokalen und regionalen Radiomachern bietet. Vorausgesetzt, für DAB+ stehen auch in Zukunft die benötigten Frequenzspektren zur Verfügung. Das ist jedoch alles andere als sicher, denn der Mobilfunk giert mit dem Argument des ständig steigenden Breitbandbedarfs nach den begehrten Rundfunkfrequenzen. Wird in Zukunft also alles Mobilfunk sein?

Ein Veranstaltungshinweis und Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.


Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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