NACH DIVEO-AUS: KÖNNEN HYBRIDE SAT-PLATTFORMEN FUNKTIONIEREN?

 

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Zwei Themen stiegen vom Digitalgipfel hinab in die Täler, die wir bewohnen: der Sturz eines Ministers (und dieses Mal ist es kein politischer Ab-, sondern ein echter Sturz mit Nasenbruch als Folge) sowie das Funkloch, weswegen in der "Tagesschau" die Schalte nach Meseberg zusammenbrach. Immerhin: Letzteres hatte dann wenigstens auch etwas mit den Themen des Digital-Gipfels zu tun; das ungelenke Verhalten Altmaiers vielleicht auch im metaphorischen Sinne etwas mit der Digitalpolitik der Bundesregierung, denn das Thema Gutscheine für Glasfaseranschlüsse ist wahrlich nicht neu, fand in der politischen Diskussion bislang aber wenig Widerhall. Kommt jetzt mit einem Gutachten Bewegung in die Sache?

In der Medienbranche bewegt die Digitalisierung nicht erst seit gestern die Gemüter. IPTV kombiniert lineares Fernsehen mit Funktionen, die eines Rückkanals bedürfen und den TV-Konsum individualisieren. BrightBlue will in Anlehnung an Software-as-a-Service TV-as-a-Service etablieren. Die Geschäftsführung um Savio Dias und Martina Rutenbeck erklärt im Interview, wie das funktioniert und wo sich BrightBlue von anderen B2B-Anbietern unterscheidet.

Von Gipfeln hinauf in vermeintlich himmlische Höhen: Die Symbiose von Linearität und Individualität mit Rückkanal ist für den Satelliten eine Herausforderung, die bislang nicht so richtig aufgehen will. Mit Diveo streicht eine weitere hybride Plattform mangels Erfolgs die Segel. Kann dieses Geschäftsmodell überhaupt funktionieren?

Einen Gipfel erklimmt unterdessen auch ein österreichischer Kabelnetzbetreiber. Der Grund klingt zunächst kurios, stellt aber eine kreative Lösung dar: Er nimmt dort einen DVB-T-Sender in Betrieb, um wieder die Programme der Schweizer SRG in sein Netz einspeisen zu können.

Bei dem ganzen Tamtam rund um den deutschen Digitalgipfel ist in den Medien eine neue EU-Richtlinie fast untergegangen. Dabei könnte sie der Online-Verbreitung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen richtig Vorschub leisten, denn es geht um eine Annäherung an die Kabelweitersendung aus dem deutschen Urheberrecht. Unser Rechtsexperte Ramón Glaßl hat sich die Richtlinie näher angeschaut. Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.


Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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