„PIRATENSENDER“ TM3: SEIT JAHREN OHNE LIZENZ AUF SENDUNG

 

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Die einzige Voraussetzung für den Triumph des Bösen ist die Untätigkeit der Guten, heißt ein geflügeltes Wort. Untätig ist die Politik in Sachen Breitbandausbau zwar nicht, aber zu viel des Guten ist eben auch schlecht. Im Klartext: Es ginge auch mit weniger Fördergeld, wie Heinz-Peter Labonte in seinem Beitrag darlegt.

Zur Untätigkeit verdammt sind hingegen die Landesmedienanstalten im Fall von tm3, vormals Family TV. Die Medienwächter haben ihr Arsenal abgeschossen. Jetzt entscheiden Gerichte. Und so lange die Urteile ausbleiben, bleibt tm3 auf Sendung – ohne gültige Sendelizenz. Wenn plötzlich im Programm am Nachmittag Horrorfilme oder Pornos auftauchen würden, könnte keiner was machen – außer umschalten. Reichlich zwiespältig ist hierbei das Verhalten der Plattformbetreiber, über die tm3 trotz Lizenzentzugs immer noch verbreitet wird.

Das klingt ein wenig nach den großen US-Konzernen, die ebenfalls gerne die Verantwortung von sich schieben. Dennoch sind sie drauf und dran, Europa digital abzuhängen, wie Breitbandexperte Ari Huczkowski meint. Im Interview erklärt der Finne, was die skandinavischen Länder in Sachen Breitband besser machen als der Rest der Alten Welt.

Glücklicherweise gibt es aber noch willige Politiker und Beamte – und das sogar in Brüssel, denn die EU-Kommission will sich den Deal zwischen Liberty Global und Vodafone genauer anschauen. Welche Auswirkungen ein Verkauf von Unitymedia haben könnte, beleuchtet unser Rechtsexperte Ramón Glaßl von der Kanzlei Schalast und Partner.

Unitymedia ist zudem der Kabelnetzbetreiber, der im B2B-Bereich sehr aktiv ist und neue Geschäftsmodelle auslotet. Aber auch für mittelständische und kleine Kabelnetzbetreiber sind Smart Home, Smart Building und Smart City interessant, wenn die Netzbetreiber jetzt ihre Hausaufgaben machen. Hier ist alles andere als Untätigkeit gefragt.

Veranstaltungshinweise und Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Heinz-Peter Labonte, Herausgeber Marc Hankmann, Redaktionsleiter Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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