FREQUENZAUKTION - ES STEHT 5G DRAUF, ABER ES NICHT VIEL 5G DRIN

 

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Vor Kurzem ist die Sonde BepiColombo mit zwei Satelliten an Bord Richtung Merkur gestartet. Aufgrund der Anziehungskraft der Sonne muss BepiColombo ständig abgebremst werden, indem die Sonde zuerst die Erde, dann die Venus und zum Schluss auch den Merkur umrundet, bevor sie beide Satelliten aussetzt. Das Ganze dauert sieben Jahre, so dass mit ersten Bildern vom sonnennächsten Planeten erst 2025 zu rechnen ist.

Während BepiColombo lautlos durchs All düst, röhren auf der Erde die Bagger, angetrieben von Bauleitern, die in enger Abstimmung mit breitbanderfahrenen Kommunen Glasfaser verlegen und 5G-Funkmasten aufstellen. Denn wenn die Merkur-Bilder eintreffen, müssen wir fertig sein, um die Fotos möglichst schnell möglichst vielen Menschen zeigen zu können.

Angesichts der momentanen Situation im Breitbandausbau ergeben sich jedoch Zweifel, ob das wirklich bis 2025 zu schaffen ist. Auch der 5G-Rollout soll in Gefahr sein, weil die Ausbauverpflichtungen der Bundesnetzagentur im Rahmen der 5G-Frequenzauktion nicht weit genug gehen sollen.

Bewahrheitet sich, dass wir auch nach 2025 noch nicht überall im Land Gigabit haben, werden einige von uns auf ihre PC-Bildschirme oder Smartphones starren und gebannt darauf warten, bis sich die Bilder vom Merkur endlich aufgebaut haben. Vielleicht sollte man nicht nur Satelliten und Sonden ins Weltall schießen, sondern auch mal den einen oder anderen Politiker, der die Zeichen der Zeit verschlafen hat, auf den Mond.

Aus einem solchen Dornröschenschlaf ist der TV-Empfang via Satellit erwacht. Lange war HD+ die einzige Plattform über Astra 19,2 Grad Ost. Inzwischen gibt es Konkurrenz wie etwa Diveo. MediaLABcom sprach mit Oliver Rockstein, der als Executive Vice President der M7 Group für die Plattform zuständig ist, darüber, wie sich Diveo bislang entwickelt hat und wo die Reise hingehen soll. Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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