UNITYMEDIA-VERKAUF: VORTEILE FÜR MITTELSTÄNDISCHE NETZBETREIBER

 

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Wenn es stimmt, dass Zeit Geld ist, dann sind wir alle bald bettelarm, denn inzwischen reiht sich ein Digital-Gipfel an den anderen, ein Breitbandforum endet, das nächste beginnt. Anfang November 2018 veranstaltete die Deutsche Telekom ihren Digital-Gipfel. Nicht mal einen Monat später lädt das Bundeswirtschaftsministerium zum KI-Gipfel ein. Wer hat da überhaupt noch die Zeit, alle Gipfel zu „besteigen“, um auf dem Laufenden zu bleiben? Gerade in Sachen künstlicher Intelligenz. KI ist ja der Hype schlechthin. Und das Ministerium bläht die Blase noch einmal etwas mehr auf.

Wenn es Ihnen auf dem KI-Gipfel zu langweilig wird, angesichts des Programms kann man davon getrost ausgehen, empfehlen wir die Lektüre dieser Ausgabe. Hier erfahren Sie nicht nur, was von künstlicher Intelligenz zu halten ist, sondern auch, wie ein mittelständischer Netzbetreiber ziemlich intelligent und so erfolgreich Glasfaser ausbaut, dass er zum zweiten Mal zu den Finalisten des European Broadband Awards zählt.

Europäisch bleibt es, wenn wir uns die reformierte Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste anschauen, von der die deutschen Regulierer hoffen, dass sie in einer sogenannten 1:1-Umsetzung in nationales Recht einfließt, also irgendwie weitgehend unverändert Eingang in den Entwurf für einen Medienstaatsvertrag findet – und zwar möglichst schnell. Geschwindigkeit zählt aber nicht gerade zu den Kernkompetenzen der föderalen Medienpolitik.

Für all diejenigen, die viel Zeit und ergo viel Geld haben, lohnt sich hingegen das neue MagentaTV. Neben der Rundfunkabgabe, die Sie für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Angebote von ARD und ZDF bezahlen, können Sie jetzt noch etwas oben draufpacken, nämlich die Abo-Gebühr für das neue Telekom-Fernsehen mit ausgewählten ARD- und ZDF-Inhalten. Ganz nach dem Motto: Doppelt gezahlt hält besser.

Um etwas größere Summen geht es hingegen beim Verkauf von Unitymedia an Vodafone. Die Geister scheiden sich hierbei jedoch nicht an den Milliarden, die Vodafone an Liberty Global überweisen will, sondern daran, welche Risiken und Chancen der Verkauf für den deutschen Kabelmarkt und den Glasfaserausbau mit sich bringt.

Neuigkeiten vom Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation, ein Veranstaltungshinweis (kein Digital-Gipfel!) und Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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