ANALOGABSCHALTUNG IM KABEL - LEICHTER GESAGT ALS GETAN

 

Inhalte der aktuellen Ausgabe

2018 - ein Jahr mit Meilensteinen?

„2018 kann ein Meilenstein in der Medien- und Breitbandpolitik werden. Kann! Bis Ende des Jahres sollen flächendeckend 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Das wird wohl nichts, wenn die Deutsche Telekom in ländlichen Regionen lieber bestehende FTTH-Netze mit Vectoring überbaut, anstatt die „weißen Flecken“ mit Glasfaser zu versorgen. Der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) macht deshalb mobil. Über einen Aufruf sammelt er derartige Überbauungspläne der Telekom und offenbart damit die Verschwendung von Fördergeldern.

Mobil machen auch die Kabelnetzbetreiber. Sie starten den Großangriff aufs analoge Fernsehen, das zumindest in Bayern und Sachsen bis zum Jahresende aus den Netzen verschwunden sein muss. Damit aber bundesweit kein analoges TV-Signal mehr im Kabel unterwegs ist, wurde das Projektbüro „Digitales Kabel“ gegründet. Dessen Mitarbeiter werden alle Hände voll zu tun haben, denn die Analogabschaltung im Kabel ist alles andere als einfach.

Außerdem könnte auch die Medienpolitik einen großen Wurf hinlegen. Nach Meinung von Professor Dr. Hubertus Gersdorf, Medienrechtler an der Universität Leipzig, müsste dafür nur ein Wort im Rundfunkstaatsvertrag geändert werden und man ginge einem Verfassungsverstoß aus dem Weg: Es geht um die Rundfunklizenz und ob Angebote wie PietSmietTV eine solche Lizenz überhaupt benötigen.

Auch für den Video-on-Demand-Markt kann 2018 ein entscheidendes Jahr werden. Die Platzhirsche Netflix und Amazon Video müssen langsam ihre Investitionen wieder einspielen. Während sie den Rest der Branche an die Wand drücken, suchen einige bereits ihr Heil in der Spezialisierung.

Neuigkeiten vom FRK und Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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