ILLEGALES PAY-TV-STREAMING - DER LIVE-SPORT HAT EIN ERNSTES PROBLEM

 

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Wenn die Großen stolpern

Nur kurz zwei Aspekte zur laufenden Fußball-Weltmeisterschaft, dann sind wir sofort bei den Medienthemen: In den bisherigen Spielen haben vermeintlich kleine Fußballnationen gezeigt, wie man die so mächtig scheinenden Götter des runden „Leders“ nicht nur an, sondern sogar über den Rand einer Niederlage bringen kann. ARD und ZDF sollten also gewarnt sein, wenn der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) zum Angriff auf eine aus seiner Sicht wettbewerbsverzerrende Ungleichbehandlung bei der Zahlung von Einspeiseentgelten bläst.

Die Weltmeisterschaft lässt jedoch nicht nur „Fußballzwerge“ jubeln, sondern auch jene, die eigentlich gar nichts von den Spielen sehen sollten: Der Live-Sport bekommt ein wachsendes Problem mit Schwarzsehern. Auf der Erfolgswelle des Streamings, der Eurosport Player und DAZN lassen grüßen, reiten auch illegale Angebote mit, die einen erheblichen Teil der Wertschöpfung im Pay-TV für sich abgreifen. Geradezu putzig wirkt da die Maßnahme des offiziellen FIFA-Broadcasters Sony im Umgang mit illegalen Streaming-Anbietern.

Zum Lachen ist das wahrlich nicht. Zum Lachen ist auch Maxim Hauk nicht, wenn er über die Rundfunkkommission der Lander oder den in Brüssel ausgehandelten Kompromiss zur Audiovisuellen Mediendienste-Richtlinie spricht. Hauk kennt sich aus. Er ist Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Medien, Internet & Digital Agenda und vertritt gleichzeitig in Brüssel die medienpolitischen Interessen von ProSiebenSat.1. Im Interview mit MediaLABcom verrät er dann aber doch, worüber er gerne in 25 Jahren lachen möchte.

Neuigkeiten vom Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation, ein Veranstaltungshinweis und Kurzmeldungen runden die Ausgabe ab. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Heinz-Peter Labonte, Herausgeber
Marc Hankmann, Redaktionsleiter
Dr. Jörn Krieger, Redakteur

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